Die Klassen 4a und 5 unserer Schule tauchen seit einigen Wochen begeistert in das Kunst‑ und Demokratieprojekt Demokratie unplugged ein. Gemeinsam mit der Künstlerin Judith Bauernfeind erleben sie, wie kreativ und greifbar demokratische Teilhabe werden kann.

Das Projekt verbindet Kunst, Natur, Gemeinschaft und demokratische Erfahrung auf einzigartige Weise. Die Kinder erleben, wie aus Ideen Formen werden, wie Zusammenarbeit Kreativität stärkt und wie Kunst ein Raum für Austausch und Mitgestaltung sein kann.

Das Projekt ist angelegt für den Zeitraum März-Mai und schließt mit dem Feuerbrand am 21./22.05.2026 ab.

Was steckt hinter Demokratie unplugged?

Das Projekt ist Teil des bundesweiten Programms Aller.Land – zusammen gestalten. Strukturen stärken. Es bringt Künstlerinnen und Künstler in ländliche Regionen, um gemeinsam mit Schulen und Dorfgemeinschaften kreative Beteiligungsformate zu entwickeln. Ziel ist es, Demokratie unmittelbar erfahrbar zu machen, Begegnungen zu schaffen und Menschen aktiv einzubeziehen.

Unsere Schule nimmt in der Programmlinie Kunst an Schulen teil. Dabei arbeiten die Klassen 4a und 5 einmal pro Woche mit der Gastkünstlerin Judith Bauernfeind, die sich besonders mit dem Werkstoff wilder Ton beschäftigt.

Einheit 1: Heimat & Heimatort

Zum Auftakt setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Thema Heimat und Identität auseinander: Was bedeutet Heimat für mich? Welche Orte sind mir wichtig? Die Kinder sammelten Gedanken, tauschten sich aus und legten damit den Grundstein für die kommenden kreativen Prozesse.

Vorstellungsrunde
Wer bin ich und wo komme ich her? – Kennenlernen und Begriffsbildung zur Heimat

Einheiten 2 & 3: Arbeiten mit Ton

Um den Werkstoff kennenzulernen, formten die Kinder zunächst Daumenschalen – kleine Gefäße, die allein mit Daumen und Hand geformt werden. Danach entstanden fantasievolle Schutztier‑Figuren, die später symbolisch den „Feuerbrand“ begleiten und beschützen sollen.

Erste Begegnung mit dem Werkstoff Ton
Erste Begegnung mit dem Werkstoff Ton

Einheit 4: Auf der Suche nach wildem Ton

Rund um das Schulgelände machten sich die Klassen auf Entdeckungstour – und tatsächlich: An mehreren Stellen fanden die Kinder natürlichen, wilden Ton, der sich hervorragend für weitere Experimente eignet.

Einheit 5: Ton waschen & vorbereiten

Der gefundene Ton wurde gewaschen, gesiebt und in Einmachgläsern in Wasser eingelegt. So konnten sich Fremdstoffe absetzen, während erste Probestücke aus dem gereinigten Material trocknen durften.

Einheit 6: Unterglasur aus wildem Ton

In der nächsten Woche nutzten die Schülerinnen und Schüler den abgesetzten Ton als Unterglasur für ihre Daumenschalen – ein spannender Moment, denn hier zeigte sich, wie unterschiedlich natürlicher Ton wirken kann.

Einheit 7: 2. Glasur, Gestaltung der Schutztiere und Vorbereitung der Ausstellung

Die Daumenschalen wurden nun noch ein weiteres Mal glasiert, um auch im Alltag verwendet werden zu können. Außerdem durften die Schülerinnen und Schüler ihre Schutztiere bunt gestalten. Als Vorbereitung auf die Ausstellung wurden außerdem Plakate gestaltet.