Unsere Spendenaktionen gehen oft an Projekte, die Schwester Lydia ins Leben gerufen hat. Wer diese Schwester war uns in welcher Verbindung sie zu Rinchnach steht, soll hier erklärt werden:

  1. Name & Orden
    • Ihr voller Name war Sr. Lydia Pardeller.
    • Sie war eine Franziskanische Missionsschwester („Franciscan Missionary Sister for Africa“, FMSA).
  2. Herkunft & Lebensdaten
    • Geboren am 1. März 1936 in Freienfeld (Südtirol).
    • Verstorben am 7. November 2012.
    • Laut einem Kondolenzbuch war sie etwa 40 Jahre lang in der Mission tätig.
  3. Ihr Missionswerk – „Hands of Care and Hope“ (HCH)
    • Sr. Lydia gründete „Hands of Care and Hope“ (HCH) im Februar 2006.
    • Der Sitz der Organisation ist in Kariobangi North, Nairobi, Kenia.
    • Ziel von HCH: Unterstützung marginalisierter Menschen in Slums durch Bildungsangebote, Gemeinschaftszentren und Programme zur Selbsthilfe.
    • Unter ihrer Leitung sind mehrere Nicht-Formale-Schulen entstanden: vier Schulen mit hunderten Kindern.
    • Außerdem initiierte sie Zentren für Jugend, Erwachsenbildung, ein Zentrum für Frauen mit HIV etc.
  4. Ihre Arbeitsstation & Engagement
    • Bevor sie nach Kenia kam, war sie u. a. in Südafrika tätig (1991–2001) und hatte Hilfsprojekte dort.
    • In Kenia (insbesondere in den Slums von Nairobi, z. B. Kariobangi) kümmerte sie sich um Straßenkinder, Waisenkinder, Aids-Waisen.
    • Ihr Motto war „Hilfe zur Selbsthilfe“ – nicht nur kurzfristige Hilfe, sondern nachhaltige Bildungs- und Ausbildungsangebote.
  5. Tod & Nachfolge
    • Sr. Lydia starb 2012 überraschend.
    • Nach ihrem Tod wurde das Projekt weitergeführt – z. B. von Otto Hirsch, der eine bedeutende Rolle in der Weiterführung von HCH spielte.

Für ihr Lebenswerk und die von ihr gegründete Organisation erhielt ihr Engagement später Anerkennung: z. B. beim „Preis der Orden“ 2016.

Verbindung zu Rinchnach

  • In Rinchnach (Gemeinde im Landkreis Regen, Bayern) gibt es eine Eine-Welt-Gruppe („KiRiKi-Runde“) aus den Pfarrgemeinden Kirchberg, Rinchnach und Kirchdorf. Diese Gruppe unterstützt seit vielen Jahren Entwicklungsprojekte.
  • Laut einem Artikel der Passauer Neue Presse reiste diese Gruppe nach Kenia, um die von Sr. Lydia gegründeten Partnerschulen zu besuchen, die durch „Hands of Care and Hope“ betrieben werden.
  • Der Gemeindeanzeiger Rinchnach erwähnt, dass Spendenläufe der Grundschule Rinchnach zu Gunsten des Kenia-Projekts von Schwester Lydia organisiert wurden.
  • Damit war Rinchnach nicht nur Spender, sondern in gewissem Sinne Partner: Die lokale Eine-Welt-Gruppe fördert konkret die Schulen / Aktivitäten von HCH in Kenia.

Bedeutung & Einschätzung

  • Sr. Lydia war eine sehr engagierte Missionsschwester mit starkem Fokus auf Bildung, Selbsthilfe und langfristige Entwicklung in benachteiligten Gebieten.
  • Ihr Werk war international vernetzt – nicht nur in Kenia, sondern auch mit Unterstützern aus Europa (z. B. aus Südtirol, Kärnten, auch Deutschland).
  • Die Verbindung zu Rinchnach zeigt ein lokales Engagement auf Gemeindeebene: Menschen in Rinchnach haben über Spenden , Bildungsreisen und Partnerschaften aktiv zu ihrer Mission beigetragen.
  • Ihr Erbe lebt weiter in den Strukturen von HCH: Schulen, Ausbildungszentren, soziale Projekte.